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<title>Georgica</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Georgica</span></h1>
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<p>Die <b>Georgica</b> (<a href="Neutrum" class="mw-redirect" title="Neutrum">Neutrum</a> <a href="Plural" title="Plural">Plural</a>; <a href="Griechische_Sprache" title="Griechische Sprache">altgriechisch</a> für „[Gedichte vom] <a href="Landwirtschaft" title="Landwirtschaft">Landbau</a>“) sind ein <a href="Lehrgedicht" title="Lehrgedicht">Lehrgedicht</a> in vier Büchern, das <a href="Publius_Vergilius_Maro" class="mw-redirect" title="Publius Vergilius Maro">Publius Vergilius Maro</a> (Vergil) zwischen <a href="37_v._Chr." title="37 v. Chr.">37</a> und <a href="29_v._Chr." title="29 v. Chr.">29 v.&nbsp;Chr.</a>&nbsp;schrieb.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Inhalt_und_Interpretation">Inhalt und Interpretation</h2></div>
<p>Das erste Buch der <i>Georgica</i> behandelt hauptsächlich den Ackerbau, das zweite den Obst- und Weinbau, das dritte die Viehzucht und das vierte die <a href="Imkerei" class="mw-redirect" title="Imkerei">Imkerei</a>. Zwischen den eigentlichen landwirtschaftlichen Themen werden jedoch zahlreiche <a href="Mythos" title="Mythos">Mythen</a> behandelt und poetische Reflexionen eingeflochten. Dies verdeutlicht, dass Vergil weniger eine sachliche Belehrung anstrebte, sondern seine Dichtung einerseits in den Dienst des <a href="Augustus" title="Augustus">Augustus</a> stellt, um dessen kulturelle <i>renovatio</i> zu unterstützen. So dient die ausführliche und stark idealisierende Schilderung des Bienenstaates als Gleichnis für dessen Herrschaft.
</p><p>Andererseits strebte Vergil schlicht ein poetisches Kunstwerk an: Der Begriff „Lehrgedicht“ darf nicht als grob versifiziertes Sachbuch missverstanden werden, sondern bezeichnet nach antikem Verständnis eine eigenständige Dichtung, die genau wie ein Heldenepos der Götter und Mythen, aber auch der Bilder, Metaphern und kunstvollen Sprache bedarf. Dies gelang Vergil in außerordentlichem Maße. Tatsächlich gelten die <i>Georgica</i> als eine der vollendetsten Dichtungen der antiken Literatur.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Erstes_Buch">Erstes Buch</h3></div>
<p><i>Einleitung</i>: Verse 1–42: Vergil gibt kurz den Inhalt der vier Bücher an. Er unterlässt den traditionsgemäßen Musenanruf, richtet sein Lehrgedicht an <a href="Maecenas" class="mw-redirect" title="Maecenas">Maecenas</a> und betet zu zwölf Göttern: Erstens zu Sonne, Mond, zum Weingott <a href="Liber" title="Liber">Liber</a>, zur Korngöttin <a href="Ceres_(Mythologie)" title="Ceres (Mythologie)">Ceres</a> sowie zu Faunen und <a href="Dryade" title="Dryade">Dryaden</a>. Zweitens zum Pferdegott <a href="Neptunus" class="mw-redirect" title="Neptunus">Neptunus</a> sowie zu den Hirtengöttern <a href="Aristaeus" class="mw-redirect" title="Aristaeus">Aristaeus</a> und <a href="Pan_(Mythologie)" title="Pan (Mythologie)">Pan</a>. Drittens zur Ölbaumgöttin <a href="Minerva" title="Minerva">Minerva</a>, zum Herrn des Pfluges, <a href="Triptolemus" class="mw-redirect" title="Triptolemus">Triptolemus</a>, und zum Herrn der Feldgrenzen, <a href="Silvanus_(Mythologie)" title="Silvanus (Mythologie)">Silvanus</a>. In der Folge ruft Vergil Augustus an, den er als Gottmensch sieht, nicht jedoch als Gott auf Erden. Ihm solle vielmehr im Himmel Göttlichkeit zuteilwerden.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>

<p><i>Erster Hauptteil</i>: Verse 43–203: über das Werk des Bauern: Vergil führt Arten des Bodens an und beschreibt die Arbeiten des Bauern vor und nach der Aussaat. Zuerst geht er auf den unfruchtbaren Boden ein, dann auf den erschöpften, der revitalisiert werden soll. Vergil schildert, wie der Boden und der Mensch gleichermaßen um den Ertrag kämpfen. Er geht auf die Brache und die Düngung ein, schließlich auf die Bewässerung. Er betont den Segen der <a href="Arbeit_(Philosophie)#Von_der_Antike_bis_zum_Beginn_der_Frühen_Neuzeit" title="Arbeit (Philosophie)">Arbeit</a> des Bauern, die ja gottgewollt ist. Nachdem er sich somit über Feldarbeiten geäußert hat, folgt nun eine Darstellung der Ackergeräte, angefangen beim Pflug und endend bei der Tenne. Zuletzt ergeht sich Vergil in Erörterungen über die Lehren der Alten (über die Tenne, zukünftige Ernten und Saatgut).<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ferner wird in Vers 145 das heutzutage weitverbreitete Motto <a href="Labor_omnia_vincit" title="Labor omnia vincit">Labor omnia vincit</a> erwähnt.
</p><p><i>Zweiter Hauptteil</i> über die ländlichen Termine: Verse 204–310: Es wird auf die Bedeutung der Sternzeichen für den Feldbau eingegangen, die Wichtigkeit des Arbeitskalenders soll herausgestellt werden. Im weiteren Verlauf werden Grundlagen der Astronomie thematisiert: Mit der Astronomie kommuniziert die Geographie. Durch das Eintreten in die zwölf Zeichen des Himmels wird der ländliche Jahresverlauf gesteuert. Vergil spricht die Weltzonen an, von welchen es fünf gibt. Diese werden von den Wende- und Polarkreisen bestimmt. Die scheinbar von der Sonne durchlaufene Bahn am Himmel, die <a href="Ekliptik" title="Ekliptik">Ekliptik</a>, führt im <a href="Tierkreis" class="mw-redirect" title="Tierkreis">Tierkreis</a> schräg durch die heiße Zone und erreicht im Norden mit der gemäßigten Zone den Krebs, im Süden hingegen den Steinbock. Es folgt eine Ausführung über den Mondkalender, wobei er die ordnende Macht <a href="Jupiter_(Mythologie)" title="Jupiter (Mythologie)">Jupiters</a> herausstellt. Zuletzt weist er einerseits auf Arbeiten hin, die bei Nacht zu erledigen sind, andererseits auf solche bei Tage.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Dritter Hauptteil</i> über das Wetter: Verse 311–463: Zunächst wird auf herbstliches Unwetter eingegangen. Dem folgen Ausführungen über Möglichkeiten des Schutzes gegenüber dem Wetter und das Ceresfest. Danach referiert Vergil über Anzeichen für schlechtes und für gutes Wetter. Dann werden Wetterzeichen der Sonne und des Mondes besprochen.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Zweites_Buch">Zweites Buch</h3></div>
<p><i>Einleitung</i>: Verse 1–8: Vergil ruft den Weingott <a href="Bacchus" title="Bacchus">Bacchus</a> an.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Erster Hauptteil</i> über den Ursprung und die Pflege der Bäume: Verse 9–176: Nach Vergil entstehen diese entweder aus dem Stamm oder der Wurzel. Bäume entständen durch <a href="Absenker" title="Absenker">Ableger</a> oder <a href="Pfropfen_(Pflanzen)" title="Pfropfen (Pflanzen)">Pfropfung</a>. Maecenas wird angerufen. Sodann werden Möglichkeiten der Veredelung angegeben wie Verpflanzung, Pfropfen und <a href="Okulieren" class="mw-redirect" title="Okulieren">Okulieren</a>. Des Weiteren werden die Arten von Bäumen behandelt und auf die Abhängigkeit von Boden und Klima wird hingewiesen. Vergil lobt Italien als Land, in welchem sich die Ordnung des <a href="Goldenes_Zeitalter" title="Goldenes Zeitalter">Goldenen Zeitalters</a> bewahrt habe. Diese Ordnung der Natur sei Vorbild für die gesamte Welt.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Zweiter Hauptteil</i> über die Mühsal des Gärtners bei der Baumpflege: Verse 177–345: Der Teil wird eingeleitet durch einen Abschnitt über die Arten des Erdreiches. Vergil lehrt, wie der Boden geprüft wird, wie die Pflanzen eingesetzt werden, wie wichtig die Tiefe der Pflanzgruben ist und was bei Mischpflanzungen zu beachten ist. Der zweite Hauptteil endet mit den Pflanzen des Frühlings und einem Lob auf jene Jahreszeit.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Dritter Hauptteil</i> über die bäuerliche Arbeit und ihren Segen: Verse 346–540: Hier erzählt Vergil etwas über Pflanzenpflege, Pflanzenschutz, das Bacchusfest und die Weinbauernarbeit, die Arbeit mit Oliven- und Obstpflanzen und den Nutzen sonstiger Bäume. Zuletzt besingt er das Landleben an sich.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Drittes_Buch">Drittes Buch</h3></div>
<p><i>Einleitung</i>: Verse 1–48: Vergil betet <a href="Pales_(Mythologie)" title="Pales (Mythologie)">Pales</a> und Apollo an und widmet sich an Octavian und Maecenas. Vergil will Octavian mit seinem dichterischen Werk gleichsam ein Denkmal setzen, so wie auch andere ihn mit einem Tempel ehren.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Erster Hauptteil</i> über die Tierzucht und -pflege: Verse 49–285: Zunächst wird die Zuchtwahl beim Rind angesprochen, zunächst bei der Kuh, dann beim Stier. Auch jene beim Pferd wird diskutiert, in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung des Alters des Pferdes und das Pferderennen. Sodann geht Vergil auf die Pflege von Großvieh ein, zunächst auf jene der Vater-, dann auf jene der Muttertiere und schließlich auf jene der Jungtiere. Ebenso wird die Fortpflanzung der Tiere besprochen.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Zweiter Hauptteil</i> über Kleintiere und Seuche beim Vieh: Verse 286–566: Vergil besingt die Sommerweide, das <a href="Skythen" title="Skythen">Skythenland</a> und sein Klima sowie seine Tiere und Menschen. Als Gegenstück zu den guten Weiden der Hirten nennt er die Wüste und die nördlichen Länder. Dann führt er Vorteile verschiedener Tiere an wie solche des Schafes, der Ziege und des Hundes. Das dritte Buch endet mit Schilderungen von Tierkrankheiten. Das Motiv des Todes beherrscht den Schluss. Vergil erzählt von der Norischen Viehseuche, die mit der Rinderseuche und mit Milzbrand verwandt gewesen sein dürfte, wobei er sich bei ihrer Darstellung an Pestbeschreibungen des <a href="Thukydides" title="Thukydides">Thukydides</a> und des <a href="Lukrez" title="Lukrez">Lukrez</a> orientiert haben soll.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Viertes_Buch">Viertes Buch</h3></div>
<p>Thema ist die <a href="Imkerei" class="mw-redirect" title="Imkerei">Bienenkunde</a>, insbesondere aus der Sicht eines Imkers. Vergil schätzt die Bienen, weil er ihnen Eigenschaften wie Loyalität, Fleiß und künstlerische Qualitäten zuschreibt. Im Bienenstaat spiegle sich die menschliche Rechtsordnung wider, der ja wie der Staat des Menschen auch ein großes Maß an Organisiertheit besitzt. Des Weiteren lobt er den Kampfesmut der Bienen, der gemäß Vergil an den tapferen Römer erinnere. Im Staatswesen der Bienen sieht er ein Vorbild für den römischen Staat, an welches dieser sich durch die augusteischen Staatsreformen angenähert habe. Die Bienen sieht der Dichter als Erben des Goldenen Zeitalters.<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Einleitung</i>: Verse 1–7: Vergil richtet sich wiederum an Maecenas.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Erster Hauptteil</i> über das Leben der Bienen und deren Pflege: Verse 8–280: Betont wird die Bedeutung des Standortes des Bienenhauses sowie des Schutzes vor Kälte und Wind. In weiterer Folge interessiert Vergil die Lebensweise dieser Tiere, wie sie arbeiten und ausschwärmen. Die Begegnung verschiedener Schwärme missdeutet Vergil als Kämpfe zwischen Bienenvölkern und -königen. Er spricht weiters von zwei Bienenarten und widmet einige Verse dem Verfliegen. Dann legt er Beschreibungen des Bienenstaates dar, er bewundert die Geselligkeit und die Arbeitsteilung von Bienen, beobachtet, wie sie sich bei Ruhe und bei drohender Gefahr verhalten und sich fortpflanzen. Vergil geht auf den seiner Meinung nach stoischen Charakter der Bienen ein. Er vergisst auch nicht Ausführungen über die Honigernte und bespricht Arten von Schädigungen und Krankheiten.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><i>Zweiter Hauptteil</i> über Tod und Leben sowie den <a href="Aristaios" title="Aristaios">Aristaeus</a>- und den <a href="Orpheus" title="Orpheus">Orpheus</a>-Mythos: Verse 281–566: Die <i>Georgica</i> werden hierin durch ein <a href="Epyllion" title="Epyllion">Epyllion</a> gekrönt. Erstmals in der Literaturgeschichte werden die vier Themen Bienenentstehung, Aristaeus, <a href="Proteus_(Mythologie)" title="Proteus (Mythologie)">Proteus</a> und Orpheus miteinander in Zusammenhang gebracht. Vergil trug wesentlich zur Reifung des Orpheus-Mythos bei. Er verschachtelt mehrere Erzählungen miteinander. Sein Epyllion zeichnet sich aus durch Handlungsarmut und Monologe. Aristaeus wird präsentiert als egozentrische, ehrgeizige und tätige Person. Er hat Schuld am ersten Tod der <a href="Eurydike_(Nymphe)" title="Eurydike (Nymphe)">Eurydice</a> und wird sich nach einem Hinweis des Proteus dieser bewusst. Nun erkennt er das Unheil, welches er angerichtet hat. Durch seine Sühnehandlung erneuert er den Frieden mit den Göttern. Zwar wird wie im Orpheus-Mythos auch hier der Tod nicht besiegt, doch steht im Aristaeus-Mythos am Schluss die positive Erkenntnis, dass Altes vergehen muss, damit schließlich Neues entstehen kann. Bei Aristaeus realisiert sich zwar das zerstörerische Potential seiner Leidenschaften so wie bei Orpheus, doch löst sich Aristaeus vom bloßen Naturwesen, indem er mit seiner Sühne einen religiösen Akt setzt.
</p><p>Proteus berichtet Aristaeus vom Schicksal von Orpheus und Eurydice und belehrt ihn mit seiner Gerechtigkeitserzählung in moralischer Hinsicht. Aristaeus, das Naturwesen, tritt in Kontakt mit Orpheus, dem Kunstwesen. Während Aristaeus eine halbgöttliche Erscheinung darstellt, ist Orpheus ganz menschlich. Proteus ist eine Art mythische Gottheit der Natur.
</p><p>Orpheus bekommt im Gegensatz zu Aristaeus nicht die Hilfestellung einer Gottheit. Sein anfänglicher Erfolg beruht auf seinen künstlerischen Fertigkeiten. Schließlich verliert er jedoch das Spiel gegen den Tod. Während Orpheus die Wiedererweckung seiner Geliebten misslingt, endet der Mythos des Aristaeus damit, dass es im Rahmen seiner Sühnehandlung zur Entstehung der Bienen kommt (<a href="Bugonie" title="Bugonie">Bugonie</a>). Die Bugonie ist gleichsam ein Zeichen für das Werden, das dem Vergehen folgt.
</p><p>Im Orpheus-Mythos wird hingegen demonstriert, dass der Mensch grundsätzlich keine übermenschliche Hilfe erwarten darf, es ihm aber gelingen kann, mit seiner Liebe den Tod fast zu überwinden. Zuletzt verhindert freilich gerade diese seine endgültige Überwindung. Damit wird die Ambivalenz der menschlichen Leidenschaftlichkeit gezeigt. Orpheus ist mit der Kunst seines Gesanges auch zu fast übermenschlichen Leistungen fähig. Freilich kämpft er mit dieser Kunst verzweifelt gegen die Natur an, beinahe gelingt ihm das Unmögliche. Schließlich muss aber auch er sich dem unvermeidlichen Schicksal des Todes fügen.
</p><p>Die Aristaeus-Erzählung verkörpert Vitalität, den ewigen Kreislauf, bei dem eine stetige Erneuerung im Gang ist, die Orpheus-Erzählung das einmalige Leben, das in diesem Kreislauf sich der Erneuerung nicht entziehen kann und sterben muss.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Vergil spricht am Anfang dieses Teils von der Entstehung der Bienen aus Tierleichen. Auch hierin zeigt sich, wie aus Vergangenem Neues sich bilden soll. Dann beginnt die Klage des Aristaeus. Dieser wird zunächst von seiner Mutter, der Nymphe <a href="Kyrene_(Nymphe)" title="Kyrene (Nymphe)">Cyrene</a> aufgenommen. Ihr Reich und ihre Rede werden angesprochen. Daraufhin sucht Aristaeus das Orakel des Proteus auf. Aristaeus fesselt Proteus, welcher ihm somit einen Rat geben solle. Proteus will das Schuldbewusstsein des Aristaeus stärken und erzählt von der Klage und Bitte des Orpheus an die Eumeniden und vom neuerlichen Verlust der Eurydike sowie der daraus resultierenden Trauer des Orpheus, der schließlich an seinem Gram stirbt. Am Ende erteilt Cyrene ihrem Sohn Aristaeus Anweisungen, welche Akte der Sühne er zu setzen habe. Nach der Errichtung der Altäre und dem Totenopfer für Orpheus entstehen die Bienen aus den Bäuchen der Rinder. Der Schluss wird abgerundet durch eine <a href="Sphragis" title="Sphragis">Sphragis</a>, eine Zusammenfassung des Inhalts aller vier Bücher.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Vorbilder">Vorbilder</h2></div>
<p>Vergil knüpft mit diesem Werk an die lange <a href="Griechische_Literatur" title="Griechische Literatur">griechische</a> Tradition des Lehrgedichtes von <a href="Hesiod" title="Hesiod">Hesiod</a> bis <a href="Aratos_von_Soloi" title="Aratos von Soloi">Aratos</a> an. Beim Lehrgedicht wird stets ein Stoff in gebundener Form dargeboten. Zwei Arten des Lehrgedichts sind zu unterscheiden: Im älteren hellenischen Lehrgedicht (etwa 700-550) wird versucht, die Welt und die Natur insgesamt zu deuten. Diese Gesamtdeutung steht dabei über praktischen Ratschlägen aus der Erfahrung. Berühmte Vertreter dieser Art waren zum Beispiel Hesiod und <a href="Parmenides" title="Parmenides">Parmenides</a>. Ab dem Ende des vierten Jahrhunderts steht im jüngeren, hellenistischen Lehrgedicht die Dichtkunst des Poeten im Vordergrund. Wesentlich war die Verwandlung des Prosastoffs in ein Kunstwerk. Dichter wie Aratos oder <a href="Nikander" class="mw-redirect" title="Nikander">Nikander</a> vertraten diesen Typus. Die <i>Georgica</i> zeichnen sich dadurch aus, dass in ihnen Vergil beide Lehrgedichtsformen zusammenführte. Dabei orientierte er sich formal am jüngeren Lehrgedicht. Indem er aber auch zu Fragen der Lebensbestimmung Stellung nimmt, bezieht er auch die ältere Art des Lehrgedichts sowie den lateinischen Dichter Lukrez mit ein.
</p><p>Dementsprechend mannigfaltig sind die Vorbilder des Vergil: Wenn er Aristaeus in den <i>Georgica</i> vor seiner Mutter klagen lässt, so mag er von Homer beeinflusst worden sein. Aristaeus ist vergleichbar mit <a href="Achilleus" title="Achilleus">Achilleus</a>, der auf ähnliche Weise vor Thetis in der Ilias klagt. Die Georgica stehen auch unter Einfluss des Hesiod, was sich in der Einbringung von Elementen wie Mythen und Aphorismen zeigt. Von Hesiod dürfte das Motiv der Sinnerfüllung stammen, die in den <i>Georgica</i> eine ganz zentrale Idee darstellt.
Auch Aratos dürfte als ein Hauptvertreter des alexandrinischen Lehrgedichts ein großes Vorbild Vergils gewesen sein. An Aratos von Soloi mag sich Vergil sowohl bezüglich der künstlerischen Gestaltung als auch in stoisch-religiöser Hinsicht orientiert haben. Von Nikander von Colophon, der ein Werk über den Landbau namens <i>Georgika</i> geschrieben hat, hat Vergil das Thema und den Namen seines Lehrgedichts übernommen haben. Die didaktischen Züge seines Gedichts leiten sich schließlich vom hellenistischen Epos ab.
</p><p>Obwohl sein direktes Vorbild in der <a href="Lateinische_Literatur" title="Lateinische Literatur">lateinischen Dichtung</a> <a href="Lukrez" title="Lukrez">Lukrez</a> ist, wie Vergil selbst durch Textanspielungen deutlich macht, strebt Vergil insgesamt eine Lukrez geradezu entgegengesetzte Absicht an. Während Lukrez’ <a href="Epikur" title="Epikur">epikureisches</a> Lehrgedicht die vollkommene <a href="Materialismus" title="Materialismus">Materialität</a> der Welt und damit die Nichtexistenz bzw. Irrelevanz der Götter verkündete, ist Vergil zutiefst von einer göttlichen Lenkung der Welt überzeugt. Was jedoch Vergil mit Lukrez teilt, ist die Auffassung, dass im Kosmos die Natur als schöpferische Macht auftritt. Wie Lukrez so empfindet auch Vergil eine Zuneigung zur Natur und zur Philosophie und verurteilt jegliche Verschwendung. Auch in formaler Hinsicht offenbart sich Vergil in den <i>Georgica</i> als ein Verehrer von Lukrez. Das beweisen zahlreiche übernommene sprachliche Formeln. Vergil möchte also wie Lukrez die Geheimnisse der Natur erkunden, weiß aber gleichzeitig um die Schwierigkeiten, die sich bei der Erforschung der Natur aus der Beschränkung seiner geistigen Fähigkeiten ergeben. Doch will er zumindest die Ästhetik der Natur erkennen können, indem er die Welt gestaltet, die bei Vergil mit Göttern erfüllt ist (vgl. Zweites Buch, Vers 475 ff). Mit der Überzeugung, dass die Natur von Göttern getragen ist, lehnt er, wenngleich er große Anerkennung gegenüber diesem empfindet, die Ansicht des Lukrez ab.
</p><p>Das Element der Göttlichkeit bei gleichzeitiger Verehrung der Natur trug entscheidend zu seiner für einen „heidnischen“ Dichter ungewöhnlich positiven <a href="Rezeption_(Kommunikation)" class="mw-redirect" title="Rezeption (Kommunikation)">Rezeption</a> durch das Christentum bei, in deren Verlauf das <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">Mittelalter</a> Vergil sogar eine <i>anima naturaliter christiana</i> („von Natur aus christliche Seele“) zusprach.
</p><p>Freilich spielen auch die praktischen Erfahrungen Vergils bei der Darstellung des Landlebens eine entscheidende Rolle. Sicher war er auch mit der griechischen und der römischen Fachliteratur vertraut. Vergil ist gewiss auch von der Philosophie <a href="Cicero" class="mw-redirect" title="Cicero">Ciceros</a> beeinflusst worden. Wenn Vergil schildert, wie aus dem Holz von Ulme, Linde und Buche ein Pflug hergestellt wird (Erstes Buch, Vers 169–175) und auf die magische Bedeutung von Monatstagen eingeht (Erstes Buch, Vers 276–286), bezieht er sich auf Hesiod. Bezüge zur <i>Historia animalium</i> des <a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> und zur <i>Historia plantarum</i> <a href="Theophrastos_von_Eresos" title="Theophrastos von Eresos">Theophrasts</a> lassen sich ebenfalls feststellen. Auch wusste Vergil vom <i>Oikonomikos</i> <a href="Xenophon" title="Xenophon">Xenophons</a>, wovon <a href="Maurus_Servius_Honoratius" class="mw-redirect" title="Maurus Servius Honoratius">Servius</a>’ Kommentar zu 1,43 der <i>Georgica</i> zeugt. In der Anführung von Wetterzeichen in den Versen 351 bis 392 zeigt sich der Einfluss des Werkes <i>Diosemeia</i> von Arat. Auch das Werk <i>Melitourgika</i> über den Honig von Nikander und die Gedichte <i>Hermes</i> und <i>Erigone</i> von <a href="Eratosthenes" title="Eratosthenes">Eratosthenes</a> hat Vergil in den <i>Georgica</i> wohl rezipiert.
</p><p>Weitere Werke, von denen sich Vergil bei der Abfassung seines Lehrgedichts inspirieren ließ, waren <i>Über den Landbau</i> von <a href="Marcus_Porcius_Cato_der_%C3%84ltere" title="Marcus Porcius Cato der Ältere">Marcus Porcius Cato dem Älteren</a>, das Werk des Diophanes von Nikaia, Werke über die Landwirtschaft von <a href="Mago_(Schriftsteller)" title="Mago (Schriftsteller)">Mago</a>, die <i>Res rusticae</i> von <a href="Marcus_Terentius_Varro" title="Marcus Terentius Varro">Marcus Terentius Varro</a>, <i>De agricultura</i> und <i>De apibus</i> von <a href="Gaius_Julius_Hyginus" class="mw-redirect" title="Gaius Julius Hyginus">Gaius Julius Hyginus</a> und die <i>Thyestes</i> von <a href="Lucius_Varius_Rufus" title="Lucius Varius Rufus">Lucius Varius Rufus</a>.
</p><p>Auch Cicero war ein wichtiges Vorbild für Vergil. So schreibt Cicero in <i><a href="Cato_maior_de_senectute" title="Cato maior de senectute">Cato maior de senectute</a></i> über die nützliche Feldarbeit und die Freude des Landlebens. Diesem Werk entnahm Vergil möglicherweise auch die Gliederung der <i>Georgica</i>, denn Cato spricht in Ciceros Werk davon, dass Saatfelder, Weingärten, Obstanlagen, Rinderzucht und Bienenschwärme das Landleben prägen, wie auch Vergil im ersten Buch von Aussaat und Pflügen, im zweiten von Weinreben, im dritten von der Wartung der Rinder und im vierten von den Bienen erzählt. Cicero hat mindestens genauso wie <a href="Quintus_Ennius" title="Quintus Ennius">Ennius</a> oder Lukrez auf Vergil stilistischen Einfluss ausgeübt.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sozioökonomische_Hintergründe"><span id="Sozio.C3.B6konomische_Hintergr.C3.BCnde"></span>Sozioökonomische Hintergründe</h2></div>
<p>Die Entstehung der <i>Georgica</i> steht auch im Zusammenhang mit der Zurückdrängung der freien Bauern durch die Expansion des Großgrundbesitzes im zweiten vorchristlichen Jahrhundert. Bürgerkriege hatten die Flucht vieler Landbewohner in die Städte zur Folge. Veteranen wurden Landgüter zugesprochen, die sie nicht zu bewirtschaften wussten, wodurch die Erträge sanken. Vergil fordert daher die Erneuerung des Bauerntums in Italien durch eine moralische Trendwende Roms, indem er die Wirren der Bürgerkriege anklagt, schuld am Elend einer verödeten Natur zu sein. Er betont die Werte des Friedens.
</p><p>Vergil betont Nutzen und Heiligkeit der Natur, der Mensch solle ihr mit Frömmigkeit begegnen und sie mit Fleiß bewirtschaften. Durch Arbeit könne der Verfall der Welt unterbunden werden. Es sei der Wille Jupiters, den Menschen arbeiten zu sehen, der sich dadurch in die Ordnung des Kosmos eingliedern müsse. Im Zuge dieses Prozesses entstehe Kultur durch Fortschritt. Gleichzeitig ist sich Vergil auch dessen bewusst, dass Fortschritt den Menschen durch Kriege ins Verderben führen kann, weshalb er die Arbeit an sich keinesfalls lobt. Sie ist nach Vergil vielmehr die Konsequenz aus dem Übergang zum Eisernen Zeitalter.
</p><p>Das italische Landleben in seiner Gesamtheit wird in den <i>Georgica</i> gepriesen. Die Landwirtschaft sei wirtschaftliche Basis für Roms Größe. Tugenden wie Unabhängigkeit, Frömmigkeit und Bescheidenheit assoziiert Vergil mit der Ländlichkeit. Im ländlichen Leben sieht Vergil die ursprünglichste Lebensform überhaupt. Ihm schwebt dabei ein Arkadien vor, das von Freiheit von Frieden geprägt sein soll. Er will darin Reste des Goldenen Zeitalters erkennen. Der Bauer verwandle eine ursprüngliche Natur des Paradieses in eine geordnete Natur der Harmonie. Im Landbau resultiere das Wirken Saturns, der sich, von Jupiter vertrieben, noch eine Weile in Italien aufhielt, wo er den Reichtum und den Frieden des Goldenen Zeitalters aufrechterhielt. Daraus folgt, dass sich Vergil in den <i>Georgica</i> ausschließlich auf die italische Landwirtschaft bezieht. Er bestätigt somit Italien als zentrales Land, weil alles Große Rom entspringe.
</p><p>Weil Augustus den Römern wieder eine Identität verleihen wollte, wodurch der Staat saniert werden sollte, förderte er das Kleinbauerntum und betonte die wirtschaftliche Bedeutung der Bauern. Als es dem Kaiser tatsächlich gelang, eine friedliche Ordnung wiederherzustellen, sah Vergil in ihm eine göttliche Erscheinung, der ein neues Zeitalter eingeleitet habe. Wie es die Göttern schon im Anfang getan hätten, so begründe nun auch Augustus das bäuerliche Leben neu.
</p><p>Vergils <i>Georgica</i> sind definitiv kein Fachbuch, auch wenn sie einen profunden Kern fachlichen Wissens enthalten. Sie beziehen sich auch nicht nur auf das Landleben, sondern ordnen es in einen Gesamtzusammenhang ein, der die Bedeutung des menschlichen Lebens verdeutlicht, aber auch die Roms für die ganze Welt. Durch die Einbringung von Göttern appelliert Vergil an die damals noch herrschende Frömmigkeit der Landbevölkerung und verleiht einerseits mit geographischen Ergüssen dem Leben eine Rolle innerhalb der gesamten Welt, andererseits den Göttern eine Schlüsselrolle dadurch, dass diesen nicht lediglich Herrschaft über die Erde, sondern auch himmlische Macht zugesprochen wird.
</p><p>Vergil wendet sich im Großen und Ganzen weniger an die römischen Bauern selbst als vielmehr an die geistige Elite Roms, die angewiesen wird, sich um das Bauerntum zu sorgen. Zweifelsohne wollte Vergil mit den <i>Georgica</i> nicht nur Vergnügen bereiten, sondern auch politisch operieren und ein Umdenken in der Gesellschaft bewirken.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Gliederung_der_Georgica">Gliederung der Georgica</h2></div>
<p>In der Form orientiert sich Vergil an <a href="Catull" title="Catull">Catulls</a> Gedichten und der Epik des Lukrez. Er folgt keinem strengen System und meidet Monotonie. Keinesfalls geht er planlos vor, sein Lehrgedicht ist organisch gewachsen. Im ersten Buch folgt die Beschreibung des Feldes den Jahreszeiten und steht im Bild des Bürgerkrieges. Im zweiten geht es um die Pflege von Weinstöcken und Ölbäumen, wobei das Motiv des Friedens in Erscheinung tritt. Im dritten wird die Rinder- und Pferdezucht erörtert, Vergil folgt dem Lebenslauf der Tiere, an dessen Ende der Tod steht. Im vierten Buch der Bienen bemüht er schließlich das Motiv von deren Auferstehung bei gleichzeitiger Schwere des menschlichen Schicksals.
</p><p>Klar erscheint in der Gliederung die Figur der Antithese: Das erste und das dritte Buch weisen umfangreiche Einleitungen auf und enden mit Verderbensszenarien, das zweite und das vierte besitzen nur kurze Einleitungen und sind erfreulicher Natur. Während die ersten beiden Bücher von unbelebten Objekten handeln, stehen in den beiden letzten Büchern die Lebewesen im Mittelpunkt.
</p><p>Auch sind noch in anderen Merkmalen strukturelle Gleichheiten erkennbar: Das dritte und das vierte Buch gehen gleichermaßen auf tierische Leiden ein. Im ersten wie auch im vierten Buch werden die Anstrengungen des Bauerntums angeführt. Während im ersten Buch von Himmelsgeographie die Rede ist, wird im dritten Buch auf irdische Geographie eingegangen. Sind die ersten beiden Bücher in jeweils drei Teile untergliedert, so sind es bei den letzten beiden derer jeweils zwei.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Poesie_in_den_Georgica">Poesie in den Georgica</h2></div>
<p>Vergil wendet die hohe Dichtkunst auf das hellenistische Lehrgedicht an. In diesem Prinzip folgt er Lukrez. Der lehrhafte Charakter wird vom poetischen überragt. Meisterhaft hat Vergil das poetische Prinzip der Variation umgesetzt. Langatmigkeit wurden vermieden, die Materie wird von Handlung durchdrungen, Objekte erfahren vielfach eine Personifikation, indem sie mit Attributen wie Tapferkeit, Freude und Neid versehen werden.
</p><p>An den Leser wendet sich der Dichter in Befehlsform. Hin und wieder wird Vergil sogar ein wenig humorvoll. Seine größte Aufmerksamkeit galt jedoch der Verbindung griechischer Eleganz mit lateinischer Schlichtheit. Beispielsweise finden sich Anklänge an <a href="Homer" title="Homer">Homers</a> <i>Ilias</i>. Stilmittel wie Enumerationen und schmückende urbildliche Adjektive stammen von den Alexandrinern. Von Ennius übernahm Vergil altertümliche Ausdrücke, von Catull die elegante Sprache und von Lukrez die Fröhlichkeit der Lehre.
</p><p>Vergils Sprache ist gerne abstrakt, wenngleich auch manchmal konkret, wo man es nicht erwarten würde, und offen für Neologismen, worin sich das Selbstbewusstsein des Schöpfers offenbart. Sie macht häufigen Gebrauch von Metaphern, Gleichnissen, Vergleichen, <a href="Onomatopoesie" title="Onomatopoesie">Onomatopoesie</a> und Zeitsprüngen. Der <a href="Hexameter" title="Hexameter">Hexameter</a> Vergils ist entsprechend der Tradition streng bei gleichzeitiger teilweiser Leichtfüßigkeit und majestätisch bei gleichzeitiger Eleganz.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Musikalische_Bezüge"><span id="Musikalische_Bez.C3.BCge"></span>Musikalische Bezüge</h2></div>
<p>Auch aus musikwissenschaftlicher Sicht sind die <i>Georgica</i> interessant, handelt es sich doch dabei um ein Hohelied auf das italische Bauerntum. Im Werk werden auch zahlreiche musikalische Bezüge hergestellt. So wird im ersten Buch auf Weberlieder (Vers 293) und Schnittertänze (Vers 350) verwiesen. Im zweiten Buch ist von etruskischen Bläsern (Vers 193), von kunstlosen Liedern anlässlich des Bacchusfests (Vers 386 ff.), von Winzerliedern (Vers 417) und von Kriegsmusik, die das Ende des Zeitalters des Saturnus markiert (Vers 539), die Rede. Schließlich hört sich nach dem vierten Buch auch das Brummen von Bienenschwärmen, die Vergil als miteinander kämpfende Heere deutet, nach Kriegsmusik an (Vers 71). Durch Zimbeln würden die Bienen in die richtige Richtung gewiesen werden (64), so wie der Zeusknabe während des Schlagens der Zymbeln von Bienen ernährt wurde (151). Im zweiten Buch wird im Vers 193 auch auf ein typisch etruskisches Instrument, das Blasinstrument <a href="Aulos" title="Aulos">Aulos</a>, Bezug genommen. Sein Rohr soll nach dem Zeugnis Vergils aus Elfenbein hergestellt worden sein.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
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<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Literarische_Nachwirkung">Literarische Nachwirkung</h3></div>
<p>Vergils Werk genoss in Mittelalter und Neuzeit durchgehend großes Ansehen.
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<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Antike">Antike</h4></div>
<p>Die <i>Georgica</i> wurden schon zur Zeit Vergils in der Schule gelesen und im Theater vorgetragen. In Pompeji finden sich Zitate daraus als Graffiti. Vergils Zeitgenosse Iulius Hyginus gab einen Kommentar zu den <i>Georgica</i> heraus, auf welchem die Texterklärung des <a href="Marcus_Valerius_Probus" title="Marcus Valerius Probus">Marcus Valerius Probus</a> basieren dürfte. Auch der Kommentar des <a href="Maurus_Servius_Honoratius" class="mw-redirect" title="Maurus Servius Honoratius">Servius</a>, Teile der Veronenser <a href="Scholion" title="Scholion">Scholien</a>, die Bernenser Scholien und Anmerkungen zum Werk in den Saturnalien des <a href="Macrobius" class="mw-redirect" title="Macrobius">Macrobius</a> sind überliefert. <a href="Arrianos" class="mw-redirect" title="Arrianos">Arrianos</a> übersetzte die <i>Georgica</i> ins Griechische. Bereits zur Zeit <a href="Hadrian_(Kaiser)" title="Hadrian (Kaiser)">Hadrians</a> konsultierte man das Werk zu Angelegenheiten des Schicksals. In spätantiker Zeit wurde er als <a href="Polyhistor" class="mw-redirect" title="Polyhistor">Polyhistor</a> verehrt, im Mittelalter schließlich wurden ihm Attribute eines Wundertätigen verliehen.
</p><p>Wirkungen des Lehrgedichts auf <a href="Horaz" title="Horaz">Horaz</a> sind möglich, bezüglich <a href="Ovid" title="Ovid">Ovid</a>, der beispielsweise in seinen Metamorphosen eine Parodie auf Vergils Abschnitt über die Erlebnisse des Orpheus kreiert, gelten sie als gesichert. Gleichfalls ist Einfluss von Vergils <i>Georgica</i> auf das Jagdgedicht des <a href="Grattius" title="Grattius">Grattius</a> und das Astronomiegedicht des <a href="Marcus_Manilius" title="Marcus Manilius">Manilius</a> anzunehmen, ebenso auf die <a href="Bukolische_Dichtung" title="Bukolische Dichtung">Bukoliker</a> <a href="Titus_Calpurnius_Siculus" class="mw-redirect" title="Titus Calpurnius Siculus">Titus Calpurnius Siculus</a> und Marcus Aurelius Nemesianus. Zumindest in erster Zeit wurde Vergil hinsichtlich seines Werkes über den Landbau vermutlich auch als agronomische Autorität angesehen und von <a href="Lucius_Iunius_Moderatus_Columella" title="Lucius Iunius Moderatus Columella">Columella</a> in seinem landwirtschaftlichen Werk zitiert sowie von <a href="Plinius_der_%C3%84ltere" title="Plinius der Ältere">Plinius dem Älteren</a> in Fragen der Bienenkunde kritisiert.
</p><p>In spätantiker Zeit wurden die <i>Georgica</i>, etwa von Ambrosius, dahingehend interpretiert, dass der Aufruf zur Arbeit mit biblischen Inhalten korrespondiere und das Werk an die benediktinische Ordensregel vom <i>Ora et labora</i> erinnere. Somit konnten die <i>Georgica</i> Zeiten des Zerfalls dadurch überbrücken, dass sie als christliche Lobpreisung erschienen. Sowohl <a href="Cassiodorus" class="mw-redirect" title="Cassiodorus">Cassiodorus</a> in den Institutionen als auch <a href="Endelechius" class="mw-redirect" title="Endelechius">Endelechius</a> in <i>De mortibus boum</i> bemühen <i>Georgica</i>-Zitate.
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<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Mittelalter">Mittelalter</h4></div>
<p>Nach der Völkerwanderung besann man sich wieder auf die Werke Vergils: <a href="Alkuin" title="Alkuin">Alkuins</a> Gedichte zeigen genauso vergilische Einflüsse der <i>Georgica</i> wie auch <a href="Walahfrid_Strabo" title="Walahfrid Strabo">Walahfrid Strabos</a> Lehrgedicht <i><a href="Liber_de_cultura_hortorum" title="Liber de cultura hortorum">De cultura hortorum</a></i> über den Kräutergarten der Reichenau, möglicherweise <a href="Wandalbert_von_Pr%C3%BCm" title="Wandalbert von Prüm">Wandalbert von Prüms</a> <i>Gedichte über die Namen der zwölf Monate</i> ebenfalls. <a href="Walter_von_Ch%C3%A2tillon" title="Walter von Châtillon">Walter von Châtillon</a>, der im 12. Jahrhundert lebte und neben <a href="Vagantendichtung" title="Vagantendichtung">Vagantendichtungen</a> mit der <i>Alexandreis</i> ein bedeutendes Alexanderepos verfasste, entwarf eine auf 100 Verse verkürzte Nachdichtung der <i>Georgica</i>.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es muss allerdings resümiert werden, dass, wenngleich auch weiterhin gerne Motive der <i>Georgica</i> wie etwa die Verschlechterung des paradiesischen Zustandes zur Zeit des Saturn durch göttliche Einwirkung zitiert wurden, die literarische und theologische Wirkung dieses Lehrgedichts von der <i>Aeneis</i> immer mehr überragt wurde und hinter diesem anderen Werk Vergils zurücktrat.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Frühe_Neuzeit"><span id="Fr.C3.BChe_Neuzeit"></span>Frühe Neuzeit</h4></div>
<p>Schließlich zeigt sich auch bei den italienischen <a href="Renaissance-Humanismus" title="Renaissance-Humanismus">Humanisten</a> ein großes Interesse an den <i>Georgica</i>, so bei <a href="Dante" class="mw-redirect" title="Dante">Dante</a> und <a href="Petrarca" class="mw-redirect" title="Petrarca">Petrarca</a>. <a href="Poliziano" class="mw-redirect" title="Poliziano">Poliziano</a> verfasste anhand der <i>Georgica</i> ein <a href="Epos" title="Epos">Epos</a> namens <i>Rusticus</i>. <a href="Sannazaro" class="mw-redirect" title="Sannazaro">Sannazaro</a> nahm in seinem Werk <i><a href="Arcadia_(Dichtung)" title="Arcadia (Dichtung)">Arcadia</a></i> Anleihe an der Aristaeus-Episode in den <i>Georgica</i>. <a href="Giovanni_Ruccellai" class="mw-redirect" title="Giovanni Ruccellai">Giovanni Ruccellai</a> empfand ihnen sein Gedicht <i>Le Api</i> nach. <a href="Luigi_Alamanni" title="Luigi Alamanni">Luigi Alamanni</a> nahm sich das Lehrgedicht zum Vorbild für ein eigenes Gedicht über das Landleben, das er <i>La Cultivazione</i> nannte. Fracastro nahm in <i>Naugerius</i> Stellung für Vergils <i>Georgica</i>.
</p>

<p>Später ging der Einfluss des Lehrgedichts auch auf die romanischen Sprachgebiete über, was sich in Spanien in <a href="Juan_de_Mena" title="Juan de Mena">Juan de Menas</a> <i>Laberinto</i>, in Frankreich in <a href="Pierre_de_Ronsard" title="Pierre de Ronsard">Ronsards</a> <a href="Ekloge" title="Ekloge">Eklogen</a> und in <a href="Ren%C3%A9_Rapin" title="René Rapin">René Rapins</a> <i>Hortorum libri IV</i> sowie in England in <a href="Edmund_Spenser" title="Edmund Spenser">Spensers</a> <i>Shepheardes Calender</i>, in <a href="Jonathan_Swift" title="Jonathan Swift">Swifts</a> den <i>Georgica</i> nachempfundenem <i>A Description of a City-Shower</i> und in Miltons <i>Verlorenem Paradies</i> zeigt. Personen wie <a href="Ben_Jonson" title="Ben Jonson">Ben Jonson</a>, <a href="George_Chapman" title="George Chapman">George Chapman</a> und <a href="John_Fletcher_(Dramatiker)" title="John Fletcher (Dramatiker)">John Fletcher</a> zeigen sich angetan von den <i>Georgica</i>. <a href="Joseph_Addison" title="Joseph Addison">Joseph Addison</a> schrieb 1693 einen Essay über das Lehrgedicht, in welchem er es als <i>the most complete, elaborate and finished piece in all antiquity</i> rühmte und 1697 bezeichnete der Literaturkritiker <a href="John_Dryden" title="John Dryden">John Dryden</a> es als <i>the best poem of the best poet</i>. Ebenso lobt es Martin Opitz mehrmals im <i>Buch von der Deutschen Poeterey</i>. <a href="Johannes_Fries" title="Johannes Fries">Johannes Fries</a>, der Philologie und Musik in Paris studiert hatte, trat als Verfasser einer Reihe von Schulwerken zu den Themengebieten der alten Sprachen und Musik hervor und widmete den <i>Georgica</i> Vergils 1561 seine <i>Annotationes in Vergilii Bucolica et Georgica</i>. Im deutschen Sprachraum verfasste der <a href="%C3%96sterreich" title="Österreich">österreichische</a> Landadlige <a href="Wolf_Helmhardt_von_Hohberg" title="Wolf Helmhardt von Hohberg">Wolf Helmhardt von Hohberg</a> (1612–1688) die <i><a href="Georgica_curiosa" title="Georgica curiosa">Georgica curiosa</a></i>, ein <a href="Enzyklop%C3%A4die" title="Enzyklopädie">enzyklopädisch</a> angelegtes Lehrbuch über alle Aspekte der Haus- und Landwirtschaft nach dem Verständnis des 17. Jahrhunderts, das zu den Höhepunkten der so genannten <a href="Hausv%C3%A4terliteratur" title="Hausväterliteratur">Hausväterliteratur</a> gezählt wird.
</p><p>Die Liste der Autoren, die von den <i>Georgica</i> beeinflusst wurden, ließe sich noch lange fortsetzen: Speziell im England des 18. Jahrhunderts erregte die Übersetzung Drydens größte Aufmerksamkeit. So bezogen <a href="John_Denham_(Dichter)" title="John Denham (Dichter)">John Denham</a> in <i>Cooper’s Hill</i>, <a href="Alexander_Pope" title="Alexander Pope">Alexander Pope</a> in <i>Windsor Forest</i>, Christopher Smart in <i>The Hop-Garden</i> (1752, inspiriert von der Landschaft von <a href="Kent" title="Kent">Kent</a><sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>), John Philips in <i>Cyder</i>, <a href="John_Gay" title="John Gay">John Gay</a> in <i>Rural Sports</i>, William Sommerville in <i>The Chase</i>, des Weiteren <a href="Walter_Savage_Landor" title="Walter Savage Landor">Walter Savage Landor</a>, <a href="William_Wordsworth" title="William Wordsworth">William Wordsworth</a>, <a href="George_Gordon_Byron" title="George Gordon Byron">George Gordon Byron</a>, <a href="Alfred_Tennyson" class="mw-redirect" title="Alfred Tennyson">Alfred Tennyson</a> und <a href="Robert_Browning" title="Robert Browning">Robert Browning</a> Ideen aus Vergils Lehrgedicht. <a href="James_Thomson_(Schriftsteller%2C_1700)" title="James Thomson (Schriftsteller, 1700)">Thomsons</a> Werk <i>The Seasons</i> bezieht auch seinen Stoff aus den <i>Georgica</i>.
</p><p>Auch in Frankreich erfreuten sich die <i>Georgica</i> im 18. Jahrhundert größter Beliebtheit. Vanières <i>Praedium rusticum</i>, de Rossets <i>Agriculture</i>, <a href="Jacques_Delille" title="Jacques Delille">Delilles</a> <i>L’homme des champs</i> und <i>Les quatre saisons</i> von <a href="Fran%C3%A7ois-Joachim_de_Pierre_de_Bernis" title="François-Joachim de Pierre de Bernis">François-Joachim de Pierre de Bernis</a> zeugen von der Verbreitung von Vergils Werken und der Verehrung, die man insbesondere für sein Lehrgedicht empfand.
</p><p>Noch <a href="Goethe" class="mw-redirect" title="Goethe">Goethe</a> zitierte in der <i>Italienischen Reise</i> am neunten September 1786 die <i>Georgica</i> und wenn er seine Figur <a href="Egmont_(Goethe)" title="Egmont (Goethe)">Egmont</a> sagen lässt, <i>wie gepeitscht die Sonnenpferde der Zeit mit unsers Schicksals leichtem Wagen durchgehen</i>, so ist Goethe möglicherweise vom Schlussbild des ersten Buches der <i>Georgica</i> dazu angeregt worden.
</p><p>Ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde Vergil als führender antiker Dichter im deutschen Sprachraum abgelöst durch Homer. Weiterhin wurden etwa von Lessing die <i>Georgica</i> als das <i>Meisterstück des Virgil</i> betrachtet, doch stand Vergil letztlich im Schatten Homers. Im romanischen Sprachraum stand er allerdings weiterhin an der Spitze antiker Dichtung, was <a href="Charles-Augustin_Sainte-Beuve" title="Charles-Augustin Sainte-Beuve">Charles-Augustin Sainte-Beuves</a> <i>Ètude sur Virgile</i> demonstriert.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="20._Jahrhundert">20. Jahrhundert</h4></div>
<p>Im 20. Jahrhundert erlebten die <i>Georgica</i> durch Studien seitens der Philologen <a href="Richard_Heinze_(Philologe)" title="Richard Heinze (Philologe)">Richard Heinze</a>, <a href="Erich_Burck" title="Erich Burck">Erich Burck</a>, <a href="Friedrich_Klingner" title="Friedrich Klingner">Friedrich Klingner</a> und <a href="Vinzenz_Buchheit" title="Vinzenz Buchheit">Vinzenz Buchheit</a> eine Renaissance. <a href="Vita_Sackville-West" title="Vita Sackville-West">Vita Sackville-West</a> orientierte sich in <i>The Land</i> am Schreibstil des Lehrgedichts und auch <a href="Thomas_Stearns_Eliot" class="mw-redirect" title="Thomas Stearns Eliot">Thomas Stearns Eliot</a> sah in Vergil, nicht zuletzt aufgrund der <i>Georgica</i>, sein Vorbild, was er auch in seinem Essay <i>Was ist ein Klassiker</i> darlegt.<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Philosophie">Philosophie</h3></div>
<p>Im 18. Jahrhundert wurde Homer als schlichter Poet dem erhabenen Stil Vergils entgegengehalten. So gewann Homer gegenüber Vergil in den <i>Kritischen Wäldern</i> <a href="Johann_Gottfried_Herder" title="Johann Gottfried Herder">Johann Gottfried Herders</a> und in der Ästhetik <a href="Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel" title="Georg Wilhelm Friedrich Hegel">Georg Wilhelm Friedrich Hegels</a>.<sup id="cite_ref-schoenberger222_25-0" class="reference"><a href="#cite_note-schoenberger222-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Gottfried_Wilhelm_Leibniz" title="Gottfried Wilhelm Leibniz">Gottfried Wilhelm Leibniz</a> nimmt in seinem Werk <i>Die Theodicee</i> im Abschnitt über die Übereinstimmung des Glaubens mit der Vernunft auch Bezüge zu Vergils <i>Georgica</i>, wobei er ihn aber als Negativbeispiel anführt. Er führt die Aussage einiger Aristoteliker an, <i>es gebe eine allgemeine Seele, welche den Ozean für alle besonderen Seelen bilde, nur diese allgemeine Seele solle als eine selbständige bestehen, während die einzelnen besonderen Seelen entstehen und vergehen</i>. Dabei gibt Hegel zu bedenken, <i>dass manche sogar glaubten, dass Gott diese allgemeine Seele sei</i>. Diese Lehre, nach deren Ansicht <i>die Seelen der Tiere durch eine gleichsam tropfenweise Absonderung aus diesem Ozean entstehen, sobald sie einen Körper treffen, den sie beleben können und nach der sie bei der Zerstörung des Körpers untergehen, indem sie sich wieder mit dem Ozean der Seelen verbinden, so wie die Flüsse sich im Meere verlieren</i>, sieht Hegel in einer Aussage in Vergils <i>Georgica</i> im vierten Buch im Vers 221 angesprochen: »Denn die Gottheit schreitet durch alle Länder und Meere und den tiefen Himmel. Von daher entnimmt ein jedes der Haustiere, der Herden, der Männer, aller Arten der wilden Tiere und jedes Geborene sein schwächliches Leben und wenn sie sich auflösen, so muss es dahin zurückgegeben und zurückgebracht werden.«&nbsp;Dazu zitiert Leibniz auch Vers 724 des sechsten Buches der <i>Aeneis</i>.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der italienische Dichter und Philosoph <a href="Tommaso_Campanella" title="Tommaso Campanella">Tommaso Campanella</a> nennt in seiner Utopie <i>Der Sonnenstaat</i> ein Buch mit dem Titel <i>Georgica</i>, dass den Einwohnern des Sonnenstaates dabei helfen solle, die <i>Erde mit großer Kunstfertigkeit tüchtig zu bearbeiten und gut zu befruchten</i>, was ihnen mithilfe <i>geheimer Mittel</i>, mit welchen <i>die Keimkraft des Samens</i> beschleunigt und vervielfacht werden könne und andererseits verhindert werden möge, dass sie <i>je einmal absterben</i>, gelänge. Gleichzeitig nimmt Campanella auch Bezug auf Ratschläge zur Tierzucht und Tierhaltung in Vergils <i>Bucolica</i>.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Jean_Paul" title="Jean Paul">Jean Paul</a> spricht in seiner <i>Vorschule der Ästhetik</i> in Bezug auf die <i>Georgica</i> sogar von einer eigenen Wissenschaft, die jene unterstützen würden, wenn er auf die Funktion der Poesie eingeht. Die Dichtkunst solle den <i>Menschenverstand und gelehrte Kenntnisse</i> oder <i>ganze Wissenschaften</i> (wie die Agronomie in den <i>Georgica</i>) <i>in Umlauf bringen</i>, ja <i>gerade dadurch desto stärker für das Gedächtnis arbeiten, dass sie ihm durch ihre Anmut alles tiefer</i> einpräge.<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bildende_Kunst">Bildende Kunst</h3></div>
<p><a href="Aristide_Maillol" title="Aristide Maillol">Aristide Maillol</a>, <a href="Andr%C3%A9_Dunoyer_de_Segonzac" title="André Dunoyer de Segonzac">André Dunoyer de Segonzac</a> und <a href="Richard_Seewald" title="Richard Seewald">Richard Seewald</a> schufen im 20. Jahrhundert Bilder zu manchen Themen der <i>Georgica</i>.<sup id="cite_ref-schoenberger223_29-0" class="reference"><a href="#cite_note-schoenberger223-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> André Segonzac, ein französischer Maler und Graphiker, der über 2000 Radierungen und zahlreiche Buchillustrationen anfertigte und berühmt durch seine Zeichnungen von Theater- und Ballettbesuchen wurde, hat 1947 eine große Menge an Illustrationen zur Vergils <i>Georgica</i> publiziert.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <i>Vergil-Handschriften</i>: Insgesamt 24 Vergil-Handschriften, die zumeist aus dem 4. bis 6. Jahrhundert stammen, sind mehr oder weniger vollständig erhalten. Der <i><a href="Vergilius_Vaticanus" title="Vergilius Vaticanus">Vergilius Vaticanus</a></i> und der <i><a href="Vergilius_Romanus" title="Vergilius Romanus">Vergilius Romanus</a></i> zeigen hierbei auch zahlreiche Illustrationen zum Text der <i>Bucolica</i>, <i>Georgica</i> sowie der <i>Aeneis</i> und sind von besonderer kunstgeschichtlicher Bedeutung. Von ersterer Handschrift sind 50 Miniaturen, etwa ein Fünftel der ursprünglichen Anzahl, erhalten, an deren Erarbeitung drei Maler beteiligt gewesen sein dürften. Von letzterer sind 19 Miniaturen noch vorhanden, etwa die Hälfte der ursprünglichen Anzahl. Die Abbildungen der ersten Handschrift wurden in hellenistischer Tradition gestaltet, was sich in der Darstellung der Figuren und in der Einbettung in jener in die umliegende Landschaft und Architektur erweist. Der jüngere <i>Vergilius Romanus</i> zeigt einen ausgeprägten mittelalterlichen Charakter mit Merkmalen wie Auflösung des Raumes, Tektonik der Komposition, wenig Hauptrichtungen und schmückende Farben (nach Boeckler 1932). Diese Darstellungsweise nimmt Abstand von hellenistischen Gestaltungsinstrumenten und betont den Flächen- und Liniencharakter. Neben den beiden bereits angeführten Handschriften ist noch der <i>Vergilius Augusteus</i> von künstlerischem Wert aufgrund seines hochwertigen Buchschmucks. Die Schriftform des Textes in diesem Manuskript ist jene der Capitalis quadrata. Auch aus dem 10. bis 12. Jahrhundert sind auch einige wenige Zeugnisse erhalten, in welchen der Text mit Randzeichnungen und dekorativen Initialen geschmückt wird. Insbesondere aus Süditalien, Süddeutschland und Österreich sind noch heute Handschriften aus jener Zeit vorhanden. Noch im 14. und 15. Jahrhundert entstanden insbesondere in Frankreich und Italien aufwändige Bildzyklen, meist zu den <i>Georgica</i>, den <i>Bucolica</i> und zur <i>Aeneis</i>. Hier sind die Kodizes aus Lyon, Gand und Florenz hervorzuheben.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Musik">Musik</h3></div>
<p>Sehr oft ist der Orpheusmythos Thema abendländischer Musik. <i>The Seasons</i>, ein literarisches Werk, bei dessen Verfassung sich Thomson in der Thematik an die Jahreszeiten-Rhythmik des ersten Buches der <i>Georgica</i> gerichtet hat, inspirierte später <a href="Joseph_Haydn" title="Joseph Haydn">Joseph Haydn</a> zur Komposition seines Oratoriums <a href="Die_Jahreszeiten_(Haydn)" title="Die Jahreszeiten (Haydn)">Die Jahreszeiten</a>, sodass dieses Musikwerk letztlich vom Geiste vergilischer Poetik getragen ist.<sup id="cite_ref-schoenberger222_25-1" class="reference"><a href="#cite_note-schoenberger222-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im 19. Jahrhundert komponierte der später ausgezeichnete Pianist und Orchestermeister Gellio Benvenuto Coronaro mit nur dreizehn Jahren ein Musikwerk namens <i>La Georgica</i>.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im 20. Jahrhundert komponierten <a href="Francesco_Malipiero" title="Francesco Malipiero">Francesco Malipiero</a> und <a href="Jan_Nov%C3%A1k_(Komponist)" title="Jan Novák (Komponist)">Jan Novák</a> Stücke zu einzelnen <i>Georgica</i>-Themen.<sup id="cite_ref-schoenberger223_29-1" class="reference"><a href="#cite_note-schoenberger223-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Malipieri interpretierte mit <i>La terra</i>, einer Kantate für gemischten Chor, Klavier und Orchester 1946 das erste Buch der Georgica.<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Jan Novák wollte mit seiner <i>Toccata Georgiana</i>, einem Musikwerk, das er 1963 für die Orgel schrieb, in teilweise Opposition treten zum Sozialistischen Realismus, der in seiner Heimat, der Tschechoslowakei, die dominierende Stilrichtung darstellte. Weitere klar von der <i>Georgica</i> inspirierte Musikwerke Nováks sind die Tonwerke <i>Concentus Eurydicae</i> für Gitarre und Streichorchester (1971) und <i>Rustica Musa I</i> und <i>II</i> (1973/1975) für Klavier sowie die Vokalwerke <i>Dido</i> 1967, eine Kantate für Mezzosopran, Männerchor und Orchester, <i>Mimus magicus</i> 1969 für Sopran, Klarinette und Klavier und <i>IV Fugae Vergilianae</i> 1974 für gemischten Chor. <a href="Werner_Egk" title="Werner Egk">Werner Egk</a> hat in den 1930er-Jahren ein Musikwerk mit dem Titel <i>Georgica</i> geschaffen, das vier Bauernstücke umfasst und für Orchester geschaffen wurde.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Namensgebung">Namensgebung</h3></div>
<p>Die Georgica waren Namensgeber der ungarischen Landwirtschaftsschule in Veszprém <i><a href="Georgikon" title="Georgikon">Georgikon</a></i>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausgaben,_Kommentare_und_Übersetzungen"><span id="Ausgaben.2C_Kommentare_und_.C3.9Cbersetzungen"></span>Ausgaben, Kommentare und Übersetzungen</h2></div>
<ul><li><a href="Manfred_Erren" title="Manfred Erren">Manfred Erren</a> (Hrsg.): P. Vergilius Maro, <i>Georgica</i>, Bd. 1: Einleitung, Praefatio, Text und Übersetzung. Carl Winter, Heidelberg 1985, ISBN 3-533-03440-2</li>
<li>Manfred Erren (Hrsg.): P. Vergilius Maro, <i>Georgica</i>, Bd. 2: Kommentar. Carl Winter, Heidelberg 2003, ISBN 3-8253-1386-7</li>
<li><a href="Roger_A._B._Mynors" title="Roger A. B. Mynors">Roger A. B. Mynors</a> (Hrsg., Komm.): <i>Virgil, Georgics</i>, Clarendon Press, Oxford u.&nbsp;a. 1990, ISBN 0-19-814445-8</li>
<li>Silvia Ottaviano (Hrsg.): <i>Publius Vergilius Maro, Bucolica</i>; <a href="Gian_Biagio_Conte" title="Gian Biagio Conte">Gian Biagio Conte</a> (Hrsg.): <i>Publius Vergilius Maro, Georgica.</i> De Gruyter, Berlin, Boston 2013. (neuere textkritische Ausgabe)</li>
<li><a href="Otto_Sch%C3%B6nberger" title="Otto Schönberger">Otto Schönberger</a> (Hrsg., Übers.): P. Vergilius Maro, <i>Georgica</i>, Reclam, Stuttgart 1994</li>
<li>Richard F. Thomas (Hrsg., Komm.): <i>Virgil, Georgics.</i> 2 Bände. Cambridge University Press, Cambridge 1988.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Michael_von_Albrecht" title="Michael von Albrecht">Michael von Albrecht</a>: <i>Vergil. Bucolica – Georgica – Aeneis. Eine Einführung</i>, Winter, Heidelberg ²2007.</li>
<li>Robert Cramer: <i>Vergils Weltsicht. Optimismus und Pessimismus in Vergils "Georgica"</i>, De Gruyter, Berlin u.&nbsp;a. 1998.</li>
<li><a href="Friedrich_Klingner" title="Friedrich Klingner">Friedrich Klingner</a>: <i>Virgils Georgica</i>, Artemis, Zürich u.&nbsp;a. 1963.</li>
<li>Gary B. Miles: <i>Virgil's Georgics: a new interpretation</i>. University of California Press, Berkeley u.&nbsp;a. 1980, ISBN 0-520-03789-8</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://gdz.sub.uni-goettingen.de/id/PPN654879885">Versuch einer Uebersezzung der Georgik des Virgils</a>, Autoren Vergilius Maro, Publius, C. G. Lenz, Verlag Adler, Ort Rostock, Jahr 1783</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Georgics?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Georgics</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.thelatinlibrary.com/verg.html">Vergils <i>Georgica</i> im lateinischen Original</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.projekt-gutenberg.org/vergil/georgica/georgica.html">Deutsche Übersetzung der <i>Georgica</i></a> von <a href="Johann_Heinrich_Voss" class="mw-redirect" title="Johann Heinrich Voss">Johann Heinrich Voss</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.vergil.clarku.edu/bibliog4.htm">Online-Bibliographie zu Vergils <i>Georgica</i></a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Anmerkungen">Anmerkungen</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 145/146</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 147–150.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 150–153.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 153–155.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 156.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 156–159.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 159–161.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 161–164.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 165–167</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 167–170</span>
</li>
<li id="cite_note-11"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-11">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 170–173</span>
</li>
<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 174/175</span>
</li>
<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 175</span>
</li>
<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 175–179</span>
</li>
<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 179–183</span>
</li>
<li id="cite_note-16"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-16">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 183–187</span>
</li>
<li id="cite_note-17"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-17">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 200–205</span>
</li>
<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 206–210</span>
</li>
<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 210–212</span>
</li>
<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 212–214</span>
</li>
<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="G%C3%BCnther_Wille" title="Günther Wille">Günther Wille</a>: <i>Virgil</i> in <i>Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik.</i> Hg. Friedrich Blume, Kassel, 1949–1986. Band 13, S. 1812</span>
</li>
<li id="cite_note-22"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-22">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean Maillard: <i>Gautier de Châtillon</i> in <i>Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik.</i> Hg. Friedrich Blume, Kassel, 1949–1986. Band 16, S. 429</span>
</li>
<li id="cite_note-23"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-23">↑</a></span> <span class="reference-text">William B. Ober: <i>Madness and Poetry: A Note on <a href="William_Collins_(Dichter)" title="William Collins (Dichter)">Collins</a>, <a href="William_Cowper_(Dichter)" title="William Cowper (Dichter)">Cowper</a>, and Smart.</i> In: William B. Ober: <i>Boswell’s Clap and Other Essays. Medical Analyses of Literary Men’s Afflications.</i> Southern Illinois University Press, 1979; Taschenbuchausgabe: Allison &amp; Busby, London 1988, Neuauflage ebenda 1990, ISBN 0-7490-0011-2, S. 137–192, hier: S. 177.</span>
</li>
<li id="cite_note-24"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-24">↑</a></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 217–223</span>
</li>
<li id="cite_note-schoenberger222-25"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-schoenberger222_25-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-schoenberger222_25-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 222.</span>
</li>
<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text">Gottfried Wilhelm Leibniz: <i>Die Theodicee. Übersetzt von J. H. von Kirchmann</i>, Leipzig: Dürr, 1879, S. 40/41.</span>
</li>
<li id="cite_note-27"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-27">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Campanella: <i>Der Sonnenstaat</i>, München: M. Ernst, 1900, S. 44/45</span>
</li>
<li id="cite_note-28"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-28">↑</a></span> <span class="reference-text">Jean Paul: <i>Werke.</i> Hg. Norbert Miller und Gustav Lohmann, München 1959–1963, Band 5, S. 375/376.</span>
</li>
<li id="cite_note-schoenberger223-29"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-schoenberger223_29-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-schoenberger223_29-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Otto Schönberger: <i>Georgica</i>, S. 223</span>
</li>
<li id="cite_note-30"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-30">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Segonzac</i> in <i>Lexikon der Kunst</i>, Hg. Harald Olbrich. Leipzig, 1987–1994. Band 6, S. 586</span>
</li>
<li id="cite_note-31"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-31">↑</a></span> <span class="reference-text">Andreas Fingernagel: <i>Vergil-Handschriften</i> in <i>Lexikon der Kunst</i>, hrsg. Harald Olbrich, Leipzig 1987–1994, Band 7, S. 592.</span>
</li>
<li id="cite_note-32"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-32">↑</a></span> <span class="reference-text">Sergio Martinotti: <i>Coronaro</i> in <i>Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik.</i> Hg. Friedrich Blume, Kassel, 1949–1986. Band 15, S. 1601</span>
</li>
<li id="cite_note-33"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-33">↑</a></span> <span class="reference-text">Massimo Mila: <i>Malipiero</i> in Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik. Hg. Friedrich Blume, Kassel, 1949–1986. Band 8, S. 1553</span>
</li>
<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">Ottone Tonetti: <i>Novák</i> in <i>Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Allgemeine Enzyklopädie der Musik.</i> Hg. Friedrich Blume, Kassel, 1949–1986. Band 16, S. 1416</span>
</li>
</ol>
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